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Der Scherenschnitt 

Der Scherenschnitt ist eine Art des Kunsthandwerks. Aus Papier werden filigran durchbrochene Ornamente und Figuren geschnitten.

Der Scherenschnitt entstand in China und kam im Laufe der Zeit auch nach Europa.

In Weißrussland heißt diese Art der Kunst „vytinanka“, in Polen „wycinanka“, in der Ukraine „vytynanka“, in Litauen „karpiniai“, in Frankreich „decoupage“, in Deutschland „Scherenschnitt“, in England „papercutting“.

Ab dem 16.Jh. begann sich in Weißrussland unter Adligen das Ausschneiden von Silhouetten (schwarz-weißen, realistischen Abbildern von Menschen, Naturmotiven, Alltagsszenen) zu verbreiten. Der Scherenschnitt im einfachen Volk unterschied sich von diesen Silhouetten durch die Herstellungstechnik. Das Papier wurde gefaltet: entweder wie eine Ziehharmonika (hin und her); oder zwei Mal in der Mitte und danach diagonal; oder nur einmal in der Mitte. Dann wurden an den Rändern einfache durchbrochene Muster ausgeschnitten. Dadurch waren die einzelnen Elemente symmetrisch.

Für den heutigen weißrussischen Scherenschnitt ist eine reiche und vielfältige Thematik, eine spezielle Schneidetechnik, originelle und dennoch immer an den traditionellen Volksmotiven orientierte Ideen der Künstler charakteristisch.